Wandern im Schwarzwald: die schönsten Routen zum Entdecken
16 October 2026 (7 Minuten Lesezeit)
Die Alpen sind Ihnen eine Spur zu hoch? Der Schwarzwald bietet eine ebenso spektakuläre Alternative – und deutlich entspannter. Rund 24.000 Kilometer markierte Wanderwege durchziehen Deutschlands größtes Mittelgebirge und führen durch eine überraschend vielfältige Landschaft: stille Karseen, donnernde Wasserfälle, Panoramakämme und tiefe Tannenwälder.
Hier ist unsere Auswahl der schönsten Wanderungen im Schwarzwald, von familienfreundlichen Tagestouren über mehrtägige Treks bis zu Wintertouren mit Schneeschuhen.
Inhaltsverzeichnis
Welches ist die schönste Wanderung im Schwarzwald?
DIE schönste Wanderung im Schwarzwald zu wählen, ist fast unmöglich – jeder Pfad zeigt eine andere Facette dieses großzügigen Mittelgebirges. Drei Touren stechen jedoch durch ihren spektakulären Charakter und ihre Aussichten besonders hervor.
Der Feldbergsteig: Rundtour auf den höchsten Gipfel
Diese Premium-Rundwanderung am Feldberg startet am Haus der Natur und führt Sie auf 12 km rund um Deutschlands höchsten Mittelgebirgsgipfel (1.493 m). Rechnen Sie mit rund 5 Stunden Gehzeit und etwa 500 m Höhenunterschied – belohnt werden Sie mit weiten Panoramablicken über den Hochschwarzwald, den tiefblauen Feldsee und bei klarer Sicht bis in die Alpen.
Der Steig führt über offene Bergrücken, durch alte Buchen- und Tannenbestände und vorbei am Feldsee. Im Sommer öffnen sich farbenfrohe Almwiesen, im Herbst leuchten goldene Lärchen. Die Auszeichnung als „Genießerpfad" steht für gut gepflegte Wege und durchgängige Beschilderung – ideal für ambitionierte Tageswanderer.
Belchen: das schönste Panorama des Südschwarzwalds
Vom Wanderparkplatz Multen führt Sie der Aufstieg zum Belchen (1.414 m) in rund 2 Stunden und über etwa 400 m Höhenunterschied auf einer Distanz von 6 km. Das Gipfelplateau ist im Schwarzwald legendär: Bei klarer Sicht reicht der Blick über die gesamte Rheinebene bis zu den Vogesen und – an den allerklarsten Tagen – bis zum Alpenhauptkamm mit Mont Blanc und Berner Oberland.
Wer mehr Zeit hat, kombiniert die Tour mit einem Stück des Westwegs zu einem anspruchsvolleren Gipfelerlebnis. Der Belchen gehört zu den ältesten Kultorten der Region – ein Berg, der sich durch seine markante Form ebenso ins Gedächtnis prägt wie durch seine Aussicht.
Wasserfallsteig Todtnau: die spektakulärste Tour
Im Südschwarzwald führt der Wasserfallsteig auf 10 km rund um die Todtnauer Wasserfälle, einen der höchsten Wasserfälle Deutschlands (97 m Fallhöhe). Die Schleife verbindet auf rund 4 Stunden den Donnersbach, die Stübenwasen-Hänge und schroffe Felspassagen über stabile Holzbrücken und Treppen.
Rechnen Sie mit etwa 600 m Höhenunterschied – das Gelände ist steil und stellenweise rutschig, feste Wanderschuhe sind Pflicht. Im Frühjahr beim Schmelzwasser entfalten die Wasserfälle ihre volle Kraft, während Spätsommer und Herbst farbenprächtige Wälder bieten. Ein Erlebnis aus Wassergischt, Moosfelsen und Bergluft.
| Wanderung | Distanz | Dauer | Höhenunterschied | Highlight |
| Feldbergsteig | 12 km | 5 h | 500 m | Höchster Mittelgebirgsgipfel, Feldsee |
| Belchen | 6 km | 2 h | 400 m | Panorama bis zu den Alpen |
| Wasserfallsteig Todtnau | 10 km | 4 h | 600 m | 97 m hoher Wasserfall, Felsenpfad |

Welche Fern- und Mehrtagestouren lohnen sich?
Sie träumen von einem Trek über mehrere Tage? Der Schwarzwald bietet zwei der renommiertesten Fernwanderwege Deutschlands.
Westweg und Mittelweg
Der Westweg verläuft auf 285 Kilometern von Pforzheim bis Basel und gilt als Klassiker der deutschen Fernwanderwege. Markiert durch die rote Raute auf weißem Grund, führt er über die Höhen des Schwarzwalds: Hornisgrinde, Mummelsee, Belchen und Feldberg bilden die landschaftlichen Höhepunkte. Die Etappenstruktur erlaubt Touren von 4, 7, 12 oder 16 Tagen – je nach Tempo.
Der Mittelweg ergänzt das Netz auf 233 Kilometern von Pforzheim nach Waldshut. Er führt sanfter durch das Herz des Schwarzwalds, vorbei an Bauernhöfen, Hochmooren und Tannenwäldern. Beide Wege sind durch den Schwarzwaldverein hervorragend markiert und mit Hütten und Gasthöfen erschlossen.
Übernachten im Trekking-Camp und auf der Hüttenwanderung
Eine 2- bis 5-tägige Wanderung erfordert Planung und passende Ausrüstung. Wildes Zelten ist in Baden-Württemberg grundsätzlich nicht erlaubt. Der Schwarzwaldverein und die Naturparks haben jedoch ein Netz offizieller Trekking-Camps eingerichtet, die zwischen Mai und Oktober gegen kleine Gebühr genutzt werden können – ideal für eine naturnahe Übernachtung. Bewirtschaftete Hütten und Pensionen säumen die Westweg-Etappen und sorgen nach langen Tagen für Komfort.
Bei der Ausrüstung lohnt sich die Investition in gute Wanderschuhe mit knöchelhohem Schaft und einen gut sitzenden Rucksack mit Hüftgurt. Die richtige Ausrüstung macht den Unterschied, sobald die Kilometer sich summieren.
🎒 UNSER TIPP: Für mehrtägige Touren wählen Sie einen Rucksack mit 40 bis 50 Litern und belüftetem Tragesystem. Kombinieren Sie ihn mit einer winddichten, atmungsaktiven Trekkingjacke , die sich klein verpacken lässt – so bleiben Sie auf langen Strecken bequem und gut geschützt gegen das wechselhafte Schwarzwald-Wetter.

Wie wandert man im Schwarzwald im Winter und mit Schneeschuhen?
Der Winter verwandelt den Hochschwarzwald in ein ideales Gelände für Schneeschuhwanderungen. Schneesichere Höhenlagen rund um Feldberg, Belchen und Schauinsland sowie ein dichtes Netz markierter Winterwanderwege machen die Region zwischen Dezember und März zu einem der Top-Ziele Deutschlands.
Der Naturpark Südschwarzwald und der Nationalpark Schwarzwald beherbergen die schönsten Wintertouren durch verschneite Tannenwälder und stille Hochmoore. Auf gespurten oder ausgeschilderten Wegen erleben Sie eine Landschaft, die im Sommer kaum zugänglich ist – in einer ganz besonderen, gedämpften Atmosphäre.
Für Ihre Wintertouren sind wasserdichte, warme Wanderschuhe, passende Schneeschuhe und Stöcke unverzichtbar. Prüfen Sie die Wetterlage 48 Stunden vorher: Nebel und Neuschnee verändern die Bedingungen schnell. Leichte Routen eignen sich für Einsteiger; anspruchsvollere Touren am Feldberg oder zur Belchenhütte verlangen gute Kondition und – sobald es ins steilere Gelände geht – Lawinenkenntnisse.
Der Schwarzwald: von leichten Touren bis zu Gipfeletappen
Ob Sie eine Familientour rund um den Mummelsee, einen mehrtägigen Trek auf dem Westweg oder eine Wintertour mit Schneeschuhen suchen – der Schwarzwald bietet diese Vielfalt auf engstem Raum. Wählen Sie Ihre Route nach Lust und Laune, packen Sie Ihren Rucksack mit der richtigen Ausrüstung und ziehen Sie los: Wandern im Schwarzwald bleibt lange in Erinnerung.
FAQ
Was ist der schönste Ort im Schwarzwald?
Die Triberger Wasserfälle gelten als eines der absoluten Highlights des Mittelgebirges: Mit 163 Metern Gesamthöhe stürzen sie über sieben Stufen durch eine moosbewachsene Felsschlucht. In Kombination mit dem tiefen Tannenwald und der historischen Triberg-Architektur bilden sie eine der bekanntesten Naturkulissen Deutschlands.
Was sind die schönsten Panoramen im Schwarzwald?
Vier Aussichtspunkte dominieren das Mittelgebirge: der Feldberg bietet auf 1.493 m ein 360-Grad-Panorama über den gesamten Schwarzwald, der Belchen (1.414 m) zeigt bei klarer Sicht die Alpenkette und die Vogesen. Die Hornisgrinde (1.164 m), höchster Berg des Nordschwarzwalds, eröffnet weite Blicke über die Rheinebene, während die Schauinsland-Aussichtsplattform (1.284 m) Freiburg und das südliche Schwarzwaldvorland überblickt.
Wohin im Schwarzwald zum Wandern?
Für erste Touren eignen sich der Hochschwarzwald rund um den Titisee und der Naturpark Nordschwarzwald mit familienfreundlichen Routen. Ambitionierte Wanderer zieht es zum Feldberg-Massiv und auf den Westweg, während die Region rund um Triberg und das Kinzigtal Wasserfälle, Schluchten und Schwarzwaldhäuser auf kurzen Distanzen vereint.