Bikepacking für Einsteiger: erste Radreise planen

Bikepacking for Beginners: How to Plan Your First Trip

Bikepacking für Einsteiger: So planen Sie Ihre erste Radreise


14 October 2026 (3 Minuten Lesezeit)


Bikepacking bedeutet, mit minimalistischer Ausrüstung zu reisen, die direkt am Rahmen, Sattel und Lenker befestigt wird — ganz ohne klassischen Gepäckträger. Diese Praxis ist für alle zugänglich, vom Einsteiger bis zum erfahrenen Radreisenden. In diesem Guide erfahren Sie, wie Sie Ihr Fahrrad, Ihre Taschen und die unverzichtbare Ausrüstung für Ihr erstes Abenteuer auswählen.

Inhalt



Was ist Bikepacking?

Bikepacking kurz erklärt

Bikepacking bedeutet, mit minimalistischer Ausrüstung zu reisen, die direkt am Rahmen, Sattel und Lenker befestigt wird — ganz ohne klassischen Gepäckträger. Im Mittelpunkt stehen geringes Gewicht und Eigenständigkeit.

Was unterscheidet Bikepacking vom klassischen Radreisen?

Beim klassischen Radreisen kommen Seitentaschen auf einem Gepäckträger zum Einsatz; Bikepacking setzt auf kompakte Taschen, die mit Riemen oder Klettverschluss befestigt werden. Dieser Unterschied zahlt sich aus: Sie sparen Gewicht, die Last sitzt näher am Schwerpunkt des Rads, und das gesamte Setup bleibt auf wechselndem Untergrund stabil — genau das, was Sie abseits der Straße brauchen.



Welches Rad wählen: Gravel, MTB oder Rennrad?

Das Gravelbike ist die vielseitigste Wahl — komfortabel auf Asphalt und stabil auf Schotterwegen, auch voll beladen. Ein Mountainbike (MTB) spielt seine Stärken auf schmalen, technischen Singletrails aus, bietet aber weniger Befestigungspunkte für Taschen. Ein Rennrad eignet sich für lange Distanzen auf Asphalt, sofern Rahmen und Rennradlenker eine Lenkertasche aufnehmen.

Schneller Vergleich:
Radtyp Idealer Untergrund Vielseitigkeit Stabilität beladen
Gravel Straße + Schotter ★★★ Ausgezeichnet
MTB Technische Trails ★★ Gut
Rennrad Asphalt ★ Mittel

 



Welche Ausrüstung und welche Taschen für das ideale Bikepacking-Setup?

Für Ihre erste Bikepacking-Tour benötigen Sie vier Arten kompakter Taschen, die mit Riemen oder Klettverschluss befestigt werden:
  • Die Satteltasche, unter dem Sattel und um die Sattelstütze montiert (8 bis 16 L), nimmt Zelt oder Schlafsack auf.
  • Die Lenkertasche (8 bis 15 L) ist für Bekleidung gedacht.
  • Die Rahmentasche, am Oberrohr oder im Rahmendreieck montiert (3 bis 6 L), eignet sich für schwere Gegenstände.
  • Die Gabeltaschen vervollständigen das Setup.
Zur restlichen Ausrüstung gehören: eine , eine , eine Stirnlampe, eine Powerbank und eine Kamera. Für die richtige Bekleidung bietet die nachhaltige Stücke, die vom Sattel bis ins Camp gut funktionieren.

Taschen-Checkliste:
  • Satteltasche: 8–16 L
  • Lenkertasche: 8–15 L
  • Rahmentasche: 3–6 L
  • Gabeltaschen: je 2–4 L


FAQ

Wie schläft man beim Bikepacking: Zelt, Biwaksack oder Tarp?

Das Zelt bietet vollen Komfort und kompletten Schutz vor Regen und Insekten. Der Biwaksack (Bivy) ist die ultraleichte Lösung schlechthin: minimalistisch und kompakt, aber wirklich nur zum Schlafen gedacht. Der Tarp ist ein guter Kompromiss aus Gewicht und Schutz. Egal, wofür Sie sich entscheiden — investieren Sie in einen Schlafsack, der zu den erwarteten Temperaturen passt, und in einen Kocher für warme Mahlzeiten am Biwakplatz.

Wo kann man in Deutschland Bikepacking machen und welche Routen in Europa?

Deutschland bietet zahlreiche Routen für jedes Niveau. Die Bikepacking Trans Germany verläuft auf rund 1.600 km von Basel bis Kap Arkona und vereint Schotter, alte Pflasterstraßen und Sand. Klassiker wie der Donauradweg, der Elberadweg und der Rheinradweg führen über mehrere Hundert Kilometer entlang der großen Flüsse. Wer es kürzer mag, findet auf dem Deutsche-Einheit-Radweg oder im Schwarzwald gut markierte Etappen. In Europa umfasst das EuroVelo-Netz über 90.000 km signalisierte Radrouten — der EuroVelo 6 oder der EuroVelo 15 entlang des Rheins eignen sich für Bikepacker aller Niveaus.

Wie viele Kilometer pro Tag beim Bikepacking?

Als Einsteiger sollten Sie 50 bis 80 km pro Tag anpeilen. Erfahrene Bikepacker schaffen 80 bis 120 km täglich. Diese Distanzen hängen vom Untergrund und vom Höhenprofil ab: Auf flachen Radwegen kommen Sie schneller voran als auf bergigen Schotterwegen. Beginnen Sie behutsam und hören Sie auf Ihren Körper — die meisten Radreisenden finden ihren natürlichen Rhythmus in den ersten zwei bis drei Tagen.