A Hundred Words For Wind

Wenn der Wind das Tempo bestimmt
Im Isländischen gibt es mehr als hundert Wörter, um den Wind zu beschreiben. Unzählige Nuancen für ein Element, das Landschaften, Stimmungen und manchmal sogar ganze Lebenswege prägt. „A Hundred Words For Wind“ ist ein Film, der sich die Zeit nimmt, ihnen zuzuhören. 35 Tage lang begaben sich unser Profi-Fahrer Cody Cirillo und der Fotojournalist Matthew Tufts auf ein ebenso einfaches wie extremes Abenteuer: Sie umrundeten Island auf der Ringstraße – 1.700 Kilometer – nur mit der Kraft ihrer Beine, mit Fahrrädern, die mit Skiern, Ausrüstung und Geduld beladen waren. Ein einzigartiges Cycle-to-Ski-Projekt an der Schnittstelle von Ausdauer, Freeride und Slow Travel.
Inhaltsverzeichnis
Zwei Fahrräder, Skier – und nichts als Zeit
Keine Hubschrauber. Keine Skilifte. Keine Abkürzungen. Jede Abfahrt muss verdient werden. Jeder Gipfel beginnt auf gefrorenem Asphalt, dem Wind ausgesetzt, unter seitlichem Schneefall, entlang von Straßen, die manchmal menschenleer, manchmal feindselig sind. Der Film fängt diese ungewöhnliche Schnittmenge aus Langstreckenradfahren und Steilhangskifahren ein, wo sich die Tage zwischen Radfahren in Windböen, improvisierten Biwaks und 800-Meter-Couloir-Aufstiegen entfalten, wann immer sich eine Wetterlücke auftut. Kurz. Zerbrechlich. Kostbar.

Ein raues Island, weit entfernt von Postkartenmotiven
A Hundred Words For Wind bietet ein ungefiltertes Porträt eines rauen, aber atemberaubenden Islands. Eine Insel, auf der das Wetter das Sagen hat, auf der Langsamkeit keine ästhetische Entscheidung, sondern eine Notwendigkeit ist. Stürme bringen alles zum Stillstand. Vereiste Straßen stellen die Widerstandsfähigkeit auf die Probe. Und die Stille lädt zu einer anderen Sichtweise ein. Die Kamera jagt nicht um jeden Preis nach Erfolgen. Sie verweilt bei den stillen Momenten – Zweifel, Müdigkeit, improvisierte Mahlzeiten, Begegnungen mit Einheimischen, Landschaften, die man erlebt statt konsumiert. Das ist weit entfernt von schnellem Tourismus. Hier wird die Reise gelebt.

Durchhalten, akzeptieren, dankbar sein
Was in diesem Film am meisten auffällt, ist seine Aufrichtigkeit. Die Geschichte romantisiert die Strapazen nicht – sie akzeptiert sie. Sie zeigt Durchhaltevermögen, aber auch notwendige Hingabe und ständige Anpassung. Eine Philosophie, die durch einen wiederkehrenden isländischen Ausdruck zusammengefasst wird, der im gesamten Film zu hören ist: „Þetta reddast“ – es wird schon klappen. Mehr als ein Abenteuerfilm ist „A Hundred Words For Wind“ eine Meditation über langsames Reisen, über unsere Beziehung zu Land, Zeit und Anstrengung. Eine Einladung, langsamer zu werden, um tiefer zu fühlen. Sich anders zu bewegen, um wirklich in Verbindung zu treten.

Ein Abenteuer, das unsere Werte widerspiegelt
Wir bei Picture glauben an Geschichten, die wichtig sind. Geschichten, die hinterfragen, wie wir die Berge erleben, wie wir reisen und wie wir uns – körperlich und geistig – für die Umgebung engagieren, durch die wir uns bewegen. A Hundred Words For Wind erinnert uns daran, dass Abenteuer nicht an Leistung gemessen werden, sondern an Präsenz. An der Aufmerksamkeit für die Elemente. An der Dankbarkeit für das, was uns die Natur manchmal erleben lässt. Ein Film zum Anschauen, zum Fühlen – und zum Nachdenken. Wie der isländische Wind in all seinen Facetten.

Film ansehen
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